08.01.2026
„Keyword Advertising 3.0 - Markenverwendung bei plattforminterner Produktsuche" Fachbeitrag und zugleich Kommentar zu OLG Düsseldorf in der aktuellen K&R (1/2026)

Mit Urteil vom 7. August 2025 (Az. 20 U 73/24) hat das OLG Düsseldorf eine praxisrelevante Entscheidung zur Zulässigkeit markenbezogener Keywords auf Onlineplattformen getroffen – ich durfte die Entscheidung in der aktuellen Kommunikation & Recht (K&R 1/2026, S. 51 ff.) kommentieren und thematisch etwas durch die Zeit reisen....

Denn bevor es um plattformspezifische Suchergebnisse ging, hatten bereits Metatags, Google AdWords und Co. die Gerichte beschäftigt – von der BGH-Entscheidung „Impuls“ (2006) über die EuGH-Vorgabe in „Google France“ bis hin zum klassischen „Bananabay II“. Erstgenanntes aber auch andere im Beitrag besprochene Verfahren aus dieser zeit durfte ich sogar selbst (mit-)führen. Umso schöner, wenn man eigene Argumente aus den frühen 2000er auch im Jahr 2026 noch sinnvoll einsetzen und eingene fachartikel aus dieser Zeit nocheinmal zitieren kann... Da kam schon Nostalgie auf auch sagen wir lieber Retrofreude im IT- und Markenrecht ;)

In dem aktuellen Fall hatte ein Händler Staubsaugerbeutel mit dem Hinweis „passend für [Marke]“ angeboten – ohne jedoch Originalprodukte zu vertreiben. Der vermeintliche Knackpunkt: Die Angebote tauchten bei einer plattformspezifischen Markensuche auf, was die Markeninhaberin naturgemäß sehr störte. Das OLG Düsseldorf stellte jedoch klar: Entscheidend sei, ob die Herkunftsfunktion der Marke verletzt werde und genau das verneinte der Senat – unter Verweis auf den Erfahrungshorizont durchschnittlich informierter Nutzer, die längst daran gewöhnt seien, bei Plattformsuchen auch Drittangebote zu sehen. Die Kombination „passend für [Marke]“ mit dem Hinweis „kein Original [Marke]“ reiche regelmäßig aus, um eine Irreführung auszuschließen.

Hat Spaß gemacht, sich in die Fälle um Metatag-Keywords oder Google-Adowords Entscheidungen zurück zu versetzen. In diesem Zusammenhang empfehle ich meinen Kurzbeitrag von vor jetzt fast 20 Jahren "Bundesgerichtshof: Fremde Marken und Kennzeichen sind auch versteckt im Quelltext unzulässig" - lohnt sich schon wegen meines Bildes in Karlsruhe :-)

Der vollständige Beitrag ist in der Januar-Ausgabe der K&R nachzulesen – inklusive Ausblick auf die Zukunft der Produktsuche per KI. Ich verlinke Keyword Advertising 3.0 - Markenverwendung bei plattforminterner Produktsuche bzw. Terhaag, Kommentar zu OLG Düsseldorf, Markenbezogene Keywords im E-Commerce" aber auch hier und freue mich über Feedback


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Weiterführender Link:
https://terhaag.de/fileadmin/static/img/mt/videos/2024undfolgende/KuR1_2026_Keyword_Advertising_3.0_Markenverwendung_in_plattformspezifischer_Produktssuche_Kommetar_Terhaag/KuR_01_26_Beitrag_Terhaag_so_veroeffentlicht_mit_Urteil.pdf