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Mehr Sicherheit beim Online-Bezahlen - Ausführliches Live-Interview zu MaSi bei Volle Kanne im ZDF

04.11.2015

Mehr Sicherheit beim Online-Bezahlen - Ausführliches Live-Interview zu MaSi bei Volle Kanne im ZDF

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) möchte den Onlinehandel sicherer machen. Aus diesem Grund gelten nun die „Mindestanforderungen an die Sicherheit von Internetzahlungen“ (MaSI). Ziel soll es sein, es Betrügern im Internet schwerer zu machen. Deshalb sollen sich Kunden beim Bezahlen im Internet künftig zweifach identifizieren müssen – mit einer sogenannten Zwei-Faktor-Prüfung.

Das bedeutet: Auch für Kunden wird sich einiges ändern. Es genügt dann künftig nicht mehr aus, einfach Karten- und Prüfnummer auf der Rückseite einzutippen.

Onlineshops können dabei aus einer von drei Methoden zur besseren Identifizierung wählen: Zusätzliche Abfrage von Passwörtern („Wissen“), ein Scan eines Fingerabdrucks („Eigenschaft“) oder aber durch die Einschaltung weiterer Technik, etwa TAN oder SMS („Besitz“). Ausgenommen sollen Zahlungen unter 30 Euro sein. Ändern soll sich auch nichts bei den Zahlungsmethoden Rechnung oder Vorkasse. Auch nicht betroffen sind wohl Apps für Smartphones und Tablets.

Die Regelung trat bereits am 5. Mai 2015 in Kraft. Damals wurde  ein „Rundschreiben zu den Mindestanforderungen an die Sicherheit von Internetzahlungen“ von der BaFin versendet. Adressaten des Schreibens sind Zahlungsdienstleister. Das Schreiben setzt die „Leitlinien zur Sicherheit von Internetzahlungen“ („Guidelines on the security of internet payments“) der European Banking Authority (EBA-Leitlinien) in die Verwaltungspraxis um. Versehen wurde das Schreiben jedoch mit einer sechsmonatigen Übergangsfrist – ab dem 5. November 2015 ist mit Prüfungen der BaFin zu rechnen. Konkurrenten werden sicherlich auch im Wege des Wettbewerbsrechts ein Auge auf mögliche Verstöße werfen – und entsprechend abmahnen.

Vom Grundsatz her ist die Regelung sicherlich ein guter Schritt, um Betrügern im Internet das Leben schwerer zu machen. Doch leider bedeutet es nicht, dass man nun achtlos durchs Netz surfen kann. Gefahren werden auch künftig noch lauern und die Erfahrung zeigt, dass Kriminelle immer Wege finden werden. Man sollte also weiterhin stets wachsam sein.

Zu diesem Thema hat auch die ZDF-Sendung „Volle Kanne“ ausführlich berichtet. Einen Ausschnitt aus der Sendung finden Sie wie immer hier:


 

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